Pilze auf Holz züchten

 

Pilze auf Holz züchten: So einfach wachsen Edelpilze auf Baumstämmen

Pilze im eigenen Garten zu züchten, liegt seit Jahren im Trend. Vor allem Hobby-Pilzzüchter begeistern sich dabei immer mehr dafür, Pilze auf Baumstämmen wachsen zu lassen. Diese Variante gehört zu den ältesten Zuchtverfahren überhaupt, kommt ganz ohne aufwendige Technik aus und ist darum auch sehr gut für Anfänger geeignet. Wir erklären, wie das Züchten auf Holz genau geht und worauf Sie dabei achten sollten.

Das richtige Holz

Bei der Pilzzucht auf Baumstämmen sollte immer auf Hartholz, wie Eiche oder Buche, gesetzt werden. Zwar wachsen die Pilze auf Weichholz schneller, allerdings enthält Hartholz wesentlich mehr Nährstoffe, die dafür Sorgen, dass, im Vergleich zu Weichholz, zwei bis drei Jahre länger Pilze gedeihen. So liefert Hartholz bis zu fünf Jahre üppige Erträge, Weichholz hingegen nur etwa drei.

Da es sich beim Beimpfen von Baumstämmen um ein unsteriles Verfahren handelt, sollten Sie darauf achten, gesundes Holz für Ihre Pilzzucht auszusuchen. Außerdem sollte es nicht länger als drei Monate geschlagen sein, denn sonst könnten über die Schnittstellen oder die Rinde bereits Fremdpilze oder Keime eingedrungen sein. Eine zufriedenstellende Ernte wäre nicht mehr garantiert. Auch die Dicke des Stammes ist wichtig: er sollte mindestens 10 cm Durchmesser haben.

Sollten Sie einen Baumstumpf im Garten haben, können Sie auch diesen zur Pilzzucht benutzen. Der Vorteil ist, dass die Pilze den Stumpf nach etwa zwei Jahren zersetzt haben und ein aufwendiges Entfernen von Stumpf und Wurzeln so entfällt.

Die richtige Pilzart

Der Austernpilz eignet sich besonders gut für Anfänger. Er ist sehr unkompliziert, verzeiht kleinere Fehler und ist zudem sehr wachstumsfreudig. Bereits nach etwa drei Monaten können Sie die ersten Pilze ernten.

Shiitake, oder Stockschwämmchen lassen hingegen etwas auf sich warten. Hier ist Geduld angesagt, sie zeigen sich meist erst nach etwa einem Jahr, erfreuen den Pilzgärtner aber jahrelang.

Der richtige Ort

Pilze lieben es schattig bis halbschattig und nicht zu trocken. Suchen Sie sich für Ihre Pilze im Garten also einen entsprechenden Ort aus. Gut geeignet sind Plätze unter Bäumen. Stellen oder legen Sie den beimpften Stamm auf den Boden, dieser Kontakt ist wichtig, damit er nicht austrocknet. Noch besser ist es, wenn Sie ihn einige Zentimeter tief eingraben. Außerdem sollte der Pilz-Baum luftig stehen und z.B. nicht mit Folie oder ähnlichem abgedeckt werden, da sich sonst Schimmel bilden kann.

Die richtige Jahreszeit

Um mit der Pilzzucht im eigenen Garten zu starten sind die richtigen Temperaturen wichtig. Achten Sie darauf, dass die Durchschnittstemperatur bei etwa 15 Grad liegt – denn ist es zu kalt, kann das Myzel nicht wachsen. Zum Beimpfen ist darum die Zeit zwischen Frühjahr und Herbst am besten geeignet.

Die verschiedenen Impfmethoden im Überblick

Schnittflächen-, oder Scheiben-Impfmethode

Diese Impfmethode ist ein sehr einfaches Verfahren, um Pilzbrut auf einem Baumstamm aufzubringen, denn es kommt komplett ohne weitere Vorbereitungen aus. Sie benötigen lediglich einen frisch geschnittenen Baumstamm (wichtig ist, dass die Schnittstellen wirklich frisch, sauber und frei von Fremdpilzen sind) und Pilzbrut. Die Baumstämme sollten nicht länger als 25 cm sein, da das Myzel von beiden Schnittseiten bis zur Mitte des Stammes vordringen muss.

Verteilen Sie die Pilzbrut gleichmäßig auf der frischen Schnittfläche des Holzes. Anschließend bringen Sie als Abdeckung und zum Schutz des Pilzmyzels eine vorher abgeschnittene Baumscheibe an. Sie wird einfach auf die behandelten Stammenden genagelt.

Diese Impfmethode eignet sich besonders gut, wenn Sie mehrere Baumstämme gleichzeitig beimpfen möchten, da sie sehr zeitsparend ist. Hier können Sie die Anleitung herunterladen.

Schnitt-Impfmethode

Bei dieser Impfmethode wird der Stamm mit einer Kettensäge an mehreren Stellen gegen die Faserrichtung so tief eingesägt, dass er nicht auseinanderfällt, sondern noch gut zusammenhält. Gegen die Faserrichtung ist wichtig, damit das Myzel später mit der Faser wachsen kann. In die entstandenen Schnittstellen wird mit Hilfe eines sauberen Spachtels die Pilzbrut eingebracht. Achten Sie darauf, bis ganz nach unten zu füllen, um möglichst viel Brut einzuarbeiten. Hier können Sie die Anleitung herunterladen.

Dübel- oder Bohrloch-Impfmethode

Die Dübel-Impfmethode erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, allerdings liefert sie geringere Erträge, als die anderen beiden Impfvorgänge und ist zudem verhältnismäßig aufwendig und teuer. Mit einer Bohrmaschine werden Löcher in den Baumstamm gebohrt, in die dann die so genannten Impfdübel gesteckt werden. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, dass, aufgrund der geringen Angriffsfläche für das Pilzmyzel, sehr viele Dübel verwendet werden müssen, um dem Pilz überhaupt genug Wachstumsfläche auf dem Holz zu bieten. Für einen Baumstamm von einem Meter Länge werden mindestens 20 Impfdübel benötigt.

 

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