Standort & Voraussetzungen für die Pilzzucht

Zuchtpilze lieben Standorte in denen ihre Artgenossen auch in freier Natur zu finden sind.
Deshalb sollte man für die eigene Pilzzucht einen feuchten, kühlen und schattigen Standort wählen.
Für die Pilzzucht im Garten ist ein Platz mit natürlicher Beschattung wie unter Bäumen und zwischen Anpflanzungen bestens geeignet.
Wenn Sie Pilze im Haus züchten wollen, ist folglich ein Kellerraum  der ideale Standort.
Falls kein Pilzzuchtkeller zur Verfügung steht, ist immer der kühlste und feuchteste Platz im Haus zu wählen der zum Pilze züchten zur Verfügung steht.
Sollte für die Indoor Pilzzucht kein geeigneter Platz im Haus zu finden sein, sorgt ein Zimmergewächshaus oder ein Pilzzuchtbag für Abhilfe. Dieser garantiert eine hohe Luftfeuchte bei geringem Pflegeaufwand. Die meisten Zuchtpilzarten lieben Temperaturen zwischen 10-20 °C. Gewächshäuser und Wintergärten sind deshalb für die meisten Pilzarten eher ungeeignet da Sonneneinstrahlung in solchen Räumen zu einem hohen Temperaturanstieg führt der das Pilzwachstum verhindert und sogar bis zum Absterben der Pilzzucht-Kulturen führen kann. Auch Standorte direkt an sonnigen Fenstern sollten vermieden werden. Im Haus sollte deshalb für maximale Pilzzucht-Erfolge der kühlste Standort gewählt werden, idealerweise in Bodennähe auf massivem Untergrund. Durch Verdunstung von Wasser z.B. durch ein feuchtes Handtuch welches man unter der Pilzzuchtkultur platziert kann man auch einen guten Kühleffekt erzeugen.
Im Garten sollten Standorte mit Staunässe sollten gemieden werden da die Pilzzuchtkulturen durch den daraus resultierenden Sauerstoffmangel absterben können.
Der direkte Erdkontakt ist für die Feuchtigkeitsregulierung der Pilzzucht Kulturen von Vorteil. Hinzu kommt das sich das Pilzmyzel aus der Pilzkultur heraus auch Nährstoffe und Mineralien aus dem umliegenden Boden holt. Baumstämme oder Strohballen die mit Pilzbrut beimpft wurden, können bis zur Hälfte im Erdboden eingegraben werden, oder auf den Erdboden gelegt und bis maximal zur Hälfte in Rindenmulch, Blumenerde oder andere feuchtigkeitsspeichernde biologische Materialien eingefasst werden. Wichtig ist das dabei keine Staunässe entsteht welche den Luftaustausch verhindert.

Autor Hagen Breck

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